Gibt es diese „Hater“ wirklich?

Ich kann es mir im Moment leider nicht verkneifen, hier meine Gedanken zu diesem leidigen Thema „Hater“ festzuhalten und in Form von freier Meinung nieder zuschreiben. Ich hoffe niemand fühlt sich beleidigt. Heute morgen ist mir auf einer Internetseite aufgefallen dass das öffentlich rechtliche TV sogar dieses Thema ausgeschlachtet.
Dienstag der 30/05/2017
  • Wie war es damals
  • Wie erscheint es heute
  • Was müsste sich in Zukunft ändern

Ich beobachte schon seit ende der 80er Jahre das sich die Gesellschaft wandelt, doch tut sie das wirklich? Schon damals, da war das Internet in Deutschland etwas für Nerds, die Menschen die sich modern hielten, benutzten noch BTX. Videotext hielten sie für eine tolle Erfindung. Meine Gleichgesinnten und ich benutzten damals das FidoNet, das den meisten völlig unbekannt sein dürfte. Dabei handelte es sich um so etwas wie der Vorgänger der heutigen eMail und Internetforen, den Usenet. Organisiert in Form von BBS Mailboxen. Letzteres ist nur noch in Form von Google-Groups zu finden aber lange nicht mehr so effizient wie damals. Wir haben Programme auf Terminal-Ebene genutzt wie z.B x-Post und eine „Mail“ in die USA konnte auch mal eine Woche und länger unterwegs sein.

Aber zum Thema, schon damals gab es diese Hater, Trolle und „ich hasse alles Typen“ aber wir hatten eine eigene Kultur innerhalb dieser Netzwerke. Wir haben uns kollektiv durch Bestrafung in Form von Ignorieren und blockieren effektiv geschützt. Es gab richtige Blacklists.

  • Punkt 1 der Gründe für den Verfall

Der gewaltigste Unterschied zu heute war allerdings der Punkt, dass die Verwendung von Pseudonym verpönt war. Man mag es glauben oder nicht aber wir haben tatsächlich alle mit unserem „Klarnamen“ gepostet. Wieso haben wir das getan? Ganz einfach, weil die Anonymität nun einmal enthemmt. Heute verwendet man noch nicht einmal im öffentlichen Leben seinen Klarnamen, da gibt es Schauspieler und Buchautoren bei denen uns noch nicht einmal bekannt ist das uns ihre Namen nicht bekannt sind. Ja ja, natürlich aus angeblichen Gründen wie dem Schutz der eigenen Persönlichkeit. Dumme Ausrede den der „Hater“ schützt ja auch nur damit seine eigene Persönlichkeit.

Jetzt könnte man behaupten: Hey, der Schauspieler macht ja nichts schlimmes, es finden sich aber ein paar Idioten die sich betroffen oder beleidigt fühlen könnten. Ehm … das ist beim „Hater“ genau so!

Er beleidigt und hetzt nicht wirklich, was er tut ist das er nicht erkannt hat im falschen Raum zu posten.

Wenn jemand am Wochenende in seinem Pub, betrunken am Tresen steht und es kommt jemand vom WDR (an den Haaren herbeigezogenes Beispiel) im kurzen Rock herein, dürfte jedem klar sein wie das ausgehen könnte. Niemand würde auf die Idee kommen Anzeige zu erstatten wenn Sprüche fallen würden wie „Na Du kleine Schlampe?“ Um Himmels willen, ich will das nicht für gut heißen, auf keinen Fall aber dieser Typ hat sich in sein Klientel zurückgezogen. Jede und jeder mit gesunden Menschenverstand wird wissen wo er nachts verkehrt und genau abwägen ob er diese Örtlichkeit aufsucht. Ich bin mir auch ziemlich sicher das der dienst-habende Wirt die Dame bitten würde zu gehen wenn sie sich beleidigt fühlt. Es ist eine Frage der Vernunft und nicht ob sie in diesem Moment im Recht ist.

Das Mädel vom WDR wird sicher schlau genug sein zu wissen dort nicht hinzugehen (es sei den sie möchte so angesprochen werden). Selbstverständlich kann das auch umgekehrt passieren, wenn dieser Typ nach dem Kneipenbesuch eine Oper aufsucht wird das sehr wahrscheinlich ähnlich ausgehen, nur ist er diesmal der Eindringling und er wird gebeten die Örtlichkeit zu verlassen.

Ich glaube das kann man 1 zu 1 auf das Internet übertragen.

Wie kann man jetzt auf die Idee kommen, eine Fernehesendung zu produzieren in der man in fremde Räume eindringt und darum bettelt „Sags mir ins Gesicht“? Ich würde es eher RTL zutrauen nachts um 2Uhr mit einem Kamerateam und einer Stripperin diverse Kneipen aufzusuchen. Natürlich werden sie da den ein oder anderen Idioten finden der sich nicht benehmen kann.

Diese Art von Menschen wird es auch immer geben, egal welche Gesetze man schafft oder vorhandene verschärft. Leute, es wird immer den ein oder anderen verlassenen Kerl geben der nachts gut angetrunken irgendwo etwas postet bei dem sich jemand beleidigt fühlt. Er hat wahrscheinlich in dem Moment niemanden, aus diversen gründen. Er postet etwas in kleinem Rahmen und plötzlich wird über Nacht ein internationaler Thread daraus.

Wie oft ist es mir schon passiert das ich erst 1-2 Tage später erkannt habe das etwas zu behaupten vielleicht nicht angemessen war. In dem Rahmen, in dem es passierte mag man vielleicht noch ein Auge zudrücken aber manchmal werden Dinge aus dem Zusammenhang gerissen und in Kreise geteilt wo es einfach nicht mehr hineinpasst. Es muss aber möglich sein die Sache wieder gerade zu rücken, sich zu entschuldigen und es dabei zu belassen.

Das Internet ist so etwas die die Kneipe und die Oper in einem einzigen Raum. Dort rücken eben Gesellschaftliche Teile zusammen, die sich im realen Leben vielleicht nie begegnen würden. Die Welt wird ganz klein und es gibt nicht einmal Zeitzonen. Da Schreibt der eine betrunken nachts etwas und es wird von jemanden anders mittags auf der Arbeit gelesen.

Es hat einfach keine „Erziehung“ im Rahmen der Sozialen Medien und des Internets stattgefunden, woher sollen bestimmte Bevölkerungsschichten emotional begreifen wie andere eventuell etwas empfinden? Schlimmstenfalls haben die gleichen Wörter unterschiedliche Bedeutungen.

  • Was müsste sich ändern?

Wir hatten damals im FidoNet einen kurzen und knappen Spruch der sich an diversen Stellen konsequent gehalten hat: „don’t feed the troll„. Derjenige der sich irgendwo betroffen und beleidigt fühlt, sollte sich fragen ob er nicht der klügere sein müsste und nachgibt. Ok, das gehört auch nicht unbedingt zu den stärken, aber es ist ein MUSS!

Etwas was gut klingt aber niemals funktionieren wird: Ich bin ein großer Verfechter der Anonymität im gesellschaftlichen Miteinander. Geht mit dem Internet um wie im mit dem realen Leben, geschlossene Gruppen untereinander mit ähnlichen Interessen und Ansichten und nach außen abgeschottet. Es ist doch an jedem selbst wirklich in sich zu gehen und zu entscheiden ob der gegenüber wirklich beleidigen und verletzen will oder er sich einfach missverständlich ausdrückt.

An dieser Stelle habe ich sogar einen Tipp für die eigene Beziehung: Frag deinen Partner einfach mal „Wie hast Du das gemeint?“ wenn Du glaubst das man Dich verletzen möchte. Allein dieser Satz könnte so viele Unstimmigkeiten aus dem Weg räumen.

Als erstes müsste es Aufgabe der sozialen Medien werden Anonymität zu erschweren. Das passiert heute bereits aber damit erfassen wir nur diejenigen die sich eigentlich benehmen können. Wir erfassen aber die eigentlichen „Hater“ nicht, diejenigen die wie Psychopathen gezielt Unruhe stiften wollen und provozieren. Deren Kriminelle Energie darin steckt, andere bewusst zu verletzen. Das sind aber die wirklich wenigsten, das sind so etwas wie moderne Serienmörder. Sie sind eventuell sogar schlau genug eh nicht gefunden zu werden. Sei es durch intensive Nutzung von Tor (Darknet), VPN und diversen Proxys. In Kombination genutzt ist man machtlos diese aufzuspüren.

Wir können nur eins tun: Die guten alten Funktionen wie Ignorieren, blockieren und ausblenden. Es zu vermeiden diesen Leuten eine Bühne zu bieten. Je weniger man sie beachtet oder auf sie eingeht, desto weniger verbreitet ihr ihren Hass und erträglichen Meinungen. Im realen Leben bekämpfen, aber im Internet einfach beobachten und auf keinen Fall an ihrem tun teilhaben!

Es gibt eine viel schlimmere Krankheit wie ich finde und diese nennt sich: „Sensationsgeilheit„. Diese ist ein selbst gemachtes Problem durch Medien die völlig freie Hand haben zu den besten Sendezeiten mit aller schlechtestem Beispiel voranzugehen. Das klassische TV wird über kurz oder lang von alleine aussterben, daher muss man da vielleicht nichts mehr tun. Die Mentalität die sich breit macht, sogar verunglückte Menschen zu filmen anstatt zu helfen, das führe ich zum Teil auf die Medien und ihre unerträgliche Sensationsgeilheit zurück. Da sieht der einfach strukturierte einfach nur die schnelle Aufmerksamkeit, von der anscheinend viele zu wenig bekommen.

Wieso gibt es eigentlich keine FSK für dieses sogenannte Hartz4 TV? Ist das diese Art von Medialer Bereicherung mit der wir unsere Kinder erziehen? Oder gehört das nicht eher schon zum Bodensatz und ins Nachtprogramm? Wenn „Sciptet reality“ versucht wird als Journalismus zu verkaufen dann kann ich gerne auf diesen verzichten. Ich denke es sollte sich da jemand genauer ansehen, was zum Teil unsere Kinder im Nachmittagsprogramm mitbekommen.

Vielleicht ist diese Rücksichtslosigkeit, die in diesem Bodensatz der deutschen Unterhaltung präsentiert wird, zum Teil mit verantwortlich an der Verkommenheit die sich in Form von Respektlosigkeit und Hassparolen offenbart. Ich glaube es gibt gar keine „Hater“, es gibt nur die umgedrehten Psychopathen die jeder Wort auf die Goldwaage legen und krankhaft einen Grund suchen sich tagtäglich in eine Opferrolle zu begeben.

Im Internet findet man alles wenn man lange genug und intensiv sucht. Wenn man es darauf anlegt wird man gewiss auch jemanden findet der einen beleidigt. Die angeblichen Opfer selbst suchen die Anonymität und machen sich das Medium zunutze.

Autor: Adam Jaquet

Diskussion auf G+ hier:

Raspberry Pi – raspbian SSH

SSH vor dem ersten Start des Raspberry Pi aktivieren

Version: 28/05/2017

Hier nur eine schnelle beiläufige Information zum Betriebssystem Raspbian für den Raspberry Pi. Es betrifft die Standarteinstellung für den SSH Zugriff.

Seit Release des Raspbian Images von 25.11.2016 ist der SSH-Server standardmäßig deaktiviert. Offensichtlich aus Sicherheitsgründen. Wenn man nun wie ich die Pi’s lediglich Headless betreibt, war ich schon verwundert wieso ich auf einem neu installieren Gerät keine SSH Verbindung herstellen kann.

Also wie aktiviert man nun wieder den SSH-Server auf dem Raspberry Pi? Ganz einfach: Die neu installierte SD-Karte nochmal flott an einem anderen Rechner mounten und in der Bootpartition eine leere Textdatei mit dem Namen ssh erstellen.

Das war es auch schon, wichtig ist lediglich das die Datei exakt so heißt. Nach dem nächsten Bootvorgang ist der SSH-Server wieder ganz normal zu erreichen.

Die Standart Zugangsdaten lauten:

Username: pi
Passwort: raspbian

Das Passwort sollte und muss man nach dem ersten Login mit passwd ändern! Unter Umständen je nach Internetzugang und Einstellungen des Routers ist der Pi auch von außerhalb erreichbar.

Zur Grundkonfiguration sollte man sich sudo raspi-config genauer anschauen, als erstes sollte man dann die Speicherkarte expandieren.

Raspbian ist [ HIER ] erhältlich.

Anregungen und Diskussion hier: G+

ECPLIPSE: Dateien umbenennen

Verschieben, Umbenennen und Löschen von Dateien. Umbenennen einzelner Dateien oder des ganzen Projekts.
Version: 2 – 06/01/2018

Wenn man in Eclipse automatisch ein Working-Set sowie ein neues Projekt erstellt hat, werden einzelne Dateien nicht immer so benannt wie man es gerne hätte. Dateien im Dateimanager einfach umbenennen wirkt sich sehr fatal aus den Eclipse wird sie gar nicht mehr anzeigen. Selbst ein Importieren einzelner Dateien stellt sich als kleiner Hürdenlauf dar.

In Eclipse ist das Werkzeug zum z.B umbenennen versteckt unter dem Menüpunkt „Datei -> Refactoring„. Noch einfacher mit einem Rechtsklick auf die gewünschte Datei und „Refactoring„. In der Englischen Originalversion nennt sich der Punkt „Refactor“ und „Rename„.

Datei in Eclipse umbenennen.

Möchte man nur eine Klassendatei umbenennen geht das sogar noch einfacher. Einfach die entsprechende Klasse umbenennen, anschließend wird dies als Fehler erkannt und im Hilfe-Tooltipp wird angeboten die Datei nach der Klasse zu benennen.

 

Noch Fragen zu diesen oder ähnlichen Themen?
Diskussion zum Beitrag hier 

JAVA: getText String in int umwandeln

Java-Typumwandlung

Type-Casting mit primitiven Datentypen

Folgendes kleine Problem: Wenn man mit text = textfeld.getText() den Inhalt eines Textfeldes abfragt, wird das Ergebnis in text als String zurückgegeben. Möchte man damit Berechnungen vornehmen funktioniert dies natürlich nicht.

Die Klasse Integer aus java.lang.Integer kann sehr schön einen String in int umwandeln mit zahl = Integer.parseInt(text);

Vor einem textfeld.setText( ergebniss ) muss man die Zahl natürlich wieder in einen String umwandeln. Dies kann sehr gut mit ergebniss = String.valueOf( zahl ); bewerkstelligt werden.

Codebeispiel:

String txt1 = textField1.getText();
String txt2 = textField2.getText();

int zahl1 = 0;
int zahl2 = 0;
int zahl3 = 0;
String ergebniss = "";

try{
    zahl1 = Integer.parseInt(txt1);
    zahl2 = Integer.parseInt(txt2);
    
    zahl3 = zahl1 + zahl2;
    
    ergebniss = String.valueOf( zahl3 );
    
}catch(NumberFormatException ex){
    //Fehlerbehandlung wenn es sich nicht um Zahlen handelt.

}
    
textField3.setText( ergebniss );

Noch fragen oder Anregunden?
Diskussion hier